Sonja Hallmann - Groth

2009: Beziehungsgeflechte

 

Die Wahl meiner Studienfächer ist für manchen Außenstehenden befremdlich, für mich hingegen ein in sich stimmiger Ansatz: die Schönheiten der Schöpfung wahrzunehmen, zu durchdringen, zu begreifen und mit den Mitteln der Kunst sichtbar zu machen. Mikroskopische Detailstudien aus dem Studium offenbaren ihre Komplexität von Mustern. Die Konfrontation von Wissenschaft und Ästhetik ruft selbst nach 25 Jahren einen Widerstreit der Gefühle bei mir hervor.
 
Unser Lebensrhythmus vollzieht sich in immer schneller wechselnden Sequenzen, sodass es mich nach „Entschleunigung“ verlangt. In Ruhe hinschauen, im Kleinen das Große sehen – die Natur bietet eine Fülle von Anregungen.
Eine Schneiderpuppe eingepfercht im Holzkasten - die Reduktion der menschlichen Figur in Verbindung mit der Bemalung (Holz, Papiere, Eitempera, Wachs und Schellacktusche) lässt dem Betrachter die Möglichkeit der freien Assoziation und Auseinandersetzung mit eigenen Reminiszenzen.

 

>> siehe hierzu die Malereien <<