Sonja Hallmann - Groth

Kurzinfos

 
 
 
2006 war für mich das Jahr der Wiederaufnahme der eigenen künstlerischen Auseinandersetzung - des Aufbruchs. In dieser Zeit entstanden viele meiner bildhauerischen Werke.
 
 
2007 führten mich die Wege nach Innen und fanden ihren künstlerischen Ausdruck durch das Thema "Seelenfenster", in Form von Reliefs, Pastellen und Skulpturen.
 
 
2008 das Jahr der "Spurensuche" - Aufräumen: außen wie innen - Malereien und Reliefs entstanden auf dieser Reise.
 
 
seit 2009  sich "Entschleunigen" ...  Details wahrnehmen ... Schöpfung sehen ... "Beziehungsgeflechte" begreifen.
 
2010 habe ich mich auf den Weg gemacht: „Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“. Torsi aus Papieren, deren Oberflächen in unterschiedlichster Manier bearbeitet und veredelt werden, sind (m)ein Versuch, diesen niemals enden wollenden Pfad in Formen zu fassen.
 
 
 
 

 

"Waldeinsamkeit"...

... – ein altes Thema beschäftigt mich von neuem. Die zeitlose Idylle der Wälder ist in Gefahr, der Mensch greift massiv in die Natur ein und zerstört Rückzugsorte.
Inspiriert durch die Arbeiten Davis Hockneys „A bigger Picture“ und Michael Zeno Diemers werden Waldszenen ausschnitthaft auf die Leinwand gebracht. Meine Waldlandschaften sind entvölkert, der Mensch stört die Ruhe, raubt den Bäumen ihre Kraft. Ich bin gespannt, wohin mich die malerisch-farbige Auseinandersetzung noch hinführen wird.
 

2007: Seelenfenster

 

Wege nach innen

 
Das eigene Feuer am Leben erhalten,
um es in anderen entzünden zu können.
 
Und manchmal springt ein Funke zurück.
Die Lebendigkeit und Lautstärke bei der Arbeit mit Heranwachsenden
eintauschen gegen die kreative Stille des Ateliers: Wege nach innen.
 
Reisen
- als kleine Fluchten aus dem Alltag gedacht,
schenken sie mir die Begegnung mit Menschen
und ihren großen und kleinen Lebenswelten.
 
Lesen
- Gedichte, bildhafte Poesie der Sprache,
ein Extrakt, der die Seele berührt: (m)ein Weg nach innen.
 
Musik
- wenn alle Türen nach innen verschlossen scheinen,
dann finde ich über Klang und Meditation
einen Weg nach innen.
 
Unterschiedlich und vielschichtig sind meine Wege nach innen
auf der Suche nach Vergangenheiten, welche die Zukunft tragen.
Jede Spur (m)eines Lebens hat und braucht ihren eigenen künstlerischen Ausdruck.
 
 
 
Bei der Vorbereitung eines Projektes mit türkischen und deutschen Schülern anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Niğde – Melle entstanden Reliefs aus Ton, die ich nach dem Brand zurückhaltend farbig fasste:
Ein vertrautes Material aus Studientagen in neuem Kontext.

 

>> siehe hierzu die Reliefs 2006/2007 von Sonja Hallmann-Groth <<

 

Die Rückkehr zu alten Gewohnheiten – Lesen, Musik, Meditation – ließ Pastelle und Plastiken aus Speckstein und Alabaster entstehen. An Stelle einer Beschreibung meiner Intentionen sei hier das folgende Textzitat von Paul Mercier aus seinem „Nachtzug nach Lissabon“ angeführt:
 
 
 
... so kenne ich keine Gewissheit,
die größer sein könnte als diese:
Dass alles menschliche Tun
nur höchst unvollkommener,
geradezu
lächerlich hilfloser Ausdruck
eines verborgenen inneren Lebens
von ungeahnter Tiefe ist,
das an die Oberfläche drängt,
ohne sie auch nur
im entferntesten
erreichen zu können.